Mit Vitamin B besser denken und sprechen

Vitamin B wird schon lange mit einigen Formen des körperlichen und geistigen Wohlbefindens in Verbindung gebracht. Australische Forscher konnten nachweisen, dass Vitamin B auch einen positiven Einfluss auf das Erinnerungs- und Sprachvermögen hat. Das Team um Janet Bryan von dem australischen Forschungsinstitut CSIRO führte eine klinische Studie mit den Vitaminen B-12 und B-6 an weiblichen Probanden aus verschiedenen Altersgruppen durch. “Wir fanden heraus, dass B-12 das Gedächtnis und Planungsvermögen stärkt, B-6 dagegen die sprachlichen Fähigkeiten,” so Bryan. Bekannt war bisher nur, dass sich bestimmte Nahrungsmittel über das zentrale Nervensystem direkt auf die kognitiven Fähigkeiten insbesondere alter Menschen auswirken. Dies gilt nun für alle Altersgruppen. Das erfreuliche für den Verbraucher: B-Vitamine finden sich in vielen Nahrungsmitteln – etwa in Leber und Niere sowie in Gemüse-, Milch- und Vollkornprodukten.
Quelle: Frieder Graef und ScienceDaily

Vitamin B-Komplex (Anti-Stress Formula)

Folgende B-Vitamine wirken zusammen und benötigen sich gegenseitig. Sie sollten als Komplex eingenommen werden.

B1 (Thiamin, Aneurin): Neurotropes, (auf das Nervensystem) wirkendes Vitamin, als Coenzym am Energie-, Kohlehydrat- und Fettstoffwechsel beteiligt. Raucher, Frauen (Pille) und Alkoholiker haben hohen Bedarf. Mangel führt zu Vergeßlichkeit, evtl. zur Alzheimer-Krankheit.

B2 (Riboflavin): B2 ist an der Energieproduktion in den Körperzellen und am Abbau von Kohlehydraten, Fetten und Eiweiß beteiligt. Unentbehrlich bei Streß, für Sportler. B2 ist Coenzym für ca. 60 Enzyme. Mangel ist häufig, vor allem bei älteren Menschen.

B3 (Niacin): B3 ist als Coenzym an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt. Es erweitert die Blutgefäße, hilft bei Migräne, senkt den Cholesterinspiegel. Niacin kann auch aus der Aminosäure Tryptophan vom Körper gebildet werden.

B5 (Pantothensäure): B5 ist Bestandteil des Coenzym A und spielt damit eine Hauptrolle im Stoffwechsel. B5 ist für Schleimhäute bedeutsam, wirkt antientzündlich (Atemwege, Gelenke), bekämpft Infektionen durch Unterstützung des Immunsystems.

B6 (Pyridoxin, Pyridoxal, Pyridoxamin): B6 ist bedeutsam für das Bindegewebe, wirkt gegen Dermatitis, Nervosität, Leber- und Nierenerkrankungen, Tumore. Erhöhter Bedarf bei Medikamenteneinnahme, Alkoholkonsum, hoher Proteinzufuhr.

B12 (Cobalamin): B12 ist der einzige Biostoff, der Kobalt enthält. B12 kommt in Pflanzen nicht vor! Der Körper besitzt einen 5-Jahresvorrat. B12 hat eine wichtige Funktion bei der Zellreifung, im Nervensystem und bei der Blutbildung.

Folsäure: Folsäure wirkt im Gehirn und im Nervensystem und ist Bestandteil der Rückenmarksflüssigkeit. Folsäure ist mit B12 und Methionin für die Psyche wichtig. Folsäure baut zusammen mit B6 und B12 Homocystein zu Methionin ab. Homocystein ist nach neuen Forschungsergebnissen für die Arteriosklerose (Herzinfarktgefahr) mitverantwortlich. Folsäuremangel ist weit verbreitet.

Biotin: Biotin spielt beim Kohlehydratstoffwechsel eine Rolle, arbeitet mit dem Insulin zusammen. Bedeutsam für Diabetiker.
Der Stoff AVIDIN (im rohen Eiklar) zerstört Biotin. Bestimmte Dermatitisformen (Leiner-Krankheit) sprechen auf Biotin gut an.