Vitamin A zählt zu den fettlöslichen Vitaminen. Es ist unter anderem wichtig für Augen, Haut und Schleimhäute

Wozu braucht der Körper Vitamin A?

Vitamin A ist wichtig für die Wachstumsprozesse vieler Zellen. Eine Rolle spielt es zum Beispiel beim Wachstum der Knochen sowie für die Funktion einiger zur Fortpflanzung wichtiger Vorgänge. Vitamin A trägt ebenfalls dazu bei, Haut und Schleimhäute gesund zu halten. Wichtig ist Vitamin A auch für die Sinne: Vor allem für die Augen, aber auch für Hören und Riechen.

 

Ein Gesundbrunnen

Ähnlich wie bei Pflanzen schützen Carotene als Vorstufen des Vitamin A die menschlichen Körperzellen. Wenn deren Zellwände mit genügend Carotenen versehen sind, bleiben sie länger stark und elastisch, also jung.

Vitamin-A spielt eine Rolle bei der Erneuerung, Bildung und dem Schutz div. Körperzellen, v.a. in der oberen Haut und Schleimhaut.

Warnzeichen für einen Vitamin-A-Mangel sind unter anderem: Trockene Haut, Verhornungsstörungen wie Schuppenflechte, sprödes Haar, langsam wachsende, brüchige Fingernägel, Schleimhautprobleme, Nachtblindheit oder Sehstörungen.

Aber Vorsicht: Vitamin-A ist in hohen Dosierungen toxisch. Dagegen können Sie von Beta-Caroten, das im Körper zu Vitamin A umgebaut wird, so viel essen wie Sie wollen.

Beta-Carotenhaltige Gemüse sollte man übrigens bei niedriger Temperatur schonend dämpfen und immer mit etwas Fett oder Oel anrichten. Als fetthaltige Farbstoffe sind Beta-Carotene nämlich auf andere Fettmoleküle angewiesen, um in der Darmwand gut resorbiert zu werden.

Vitamine: Die kleinen Wunderwaffen

Sie stärken das Immunsystem, vertreiben Angst und Müdigkeit, sorgen für ein gutes Aussehen und starke Nerven: Vitamine, die kleinen Wunder der Natur, können dies und vieles mehr.

Leider werden aber diese Erkenntnisse in der täglichen Praxis oft nicht umgesetzt und Patienten mit Vitaminmangel werden falsch behandelt. Noch immer gehen die meisten Menschen der westlichen Wohlstandsgesellschaft davon aus, dass “genügend Essen” auch “genügend Vitamine” bedeutet. Dem ist klar nicht so! Denken Sie nur an all die bestrahlten, gefärbten, künstlich behandelten, chemisch konservierten, übersalzenen und überzuckerten “Nahrungsmittel” und Getränke, die der moderne Durchschnittsbürger zu sich nimmt. Seine Verdauung gerät durcheinander, Verstopfung oder Durchfall sind häufige Probleme. Und schon sieht’s mit der Aufnahme von Vitaminen im Darm nicht mehr gut aus. Ohne Vitamine aber würden die rund 60 Billionen Zellen unseres Körpers verdorren wie Blumen ohne Wasser. Die Früchte und Gemüse in den Verkaufsregalen haben bekanntlich in den letzten Jahrzehnten rund 80% ihres Gehaltes an Vitaminen verloren, was einem zu denken geben muss.

Seit Jahren verschreiben sich immer mehr Wissenschaftler der Erforschung der Vitamine und Spurenelemente, was eine Fülle von Studien mit z.T. verblüffenden Neuigkeiten zur Folge hat. In der Molekularbiologie erkennt man immer mehr, dass es oft an Vitaminen oder Mineralstoffen fehlt, wenn jemand krank wird oder unter permanenter Müdigkeit leidet.

 

Vitamin A in Lebensmitteln

In tierischen Lebensmitteln liegt Vitamin A in einer seiner Ausprägungen – zumeist als Retinylpalmitat – vor, in pflanzlichen Lebensmitteln kommt es dagegen in Form von Provitamin A (ß-Carotin) vor. Besonders große Mengen an Vitamin A sind in den folgenden Lebensmitteln enthalten:

  • Milch
  • Eigelb
  • Butter
  • Leberprodukte (besonders vom Rind)
  • Fisch

Provitamin A ist dagegen vor allem in Karottensaft sowie in rohen und gekochten Karotten enthalten. Weitere pflanzliche Lebensmittel, die einen hohen Provitamin A-Gehalt haben, sind Aprikosen, Cantaloupe-Melonen, Grünkohl, Spinat und Kürbis. Im Vergleich zu Vitamin A bietet Provitamin A den Vorteil, dass es im Körper nur bei Bedarf in Vitamin A umgewandelt wird.

 

Hypovitaminose: Mangel an Vitamin A

Ist nicht genügend Vitamin A im Körper vorhanden, kann es zu einer Hypovitaminose kommen. Zur Risikogruppe für einen Vitamin A-Mangel gehören ältere Menschen, junge Frauen, infektanfällige Kinder sowie Frühgeborene. Typische Symptome einer Hypovitaminose sind:

  • Erhöhte Anfälligkeit für Infekte
  • Verringerte Sehschärfe
  • Trockenheit von Haaren, Nägeln, Augen und Haaren sowie Haarausfall
  • Beeinträchtigter Geruchs- und Tastsinn sowie verminderter Appetit

Durch einen Vitamin A-Mangel kann das Risiko für Arteriosklerose sowie mögliche Folgeerkrankungen, für Krebserkrankungen in Organen, die eine Schleimhaut besitzen, für Fruchtbarkeitsstörungen und für die Ausbildung von Nierensteinen erhöht werden.

Eine Überversorgung mit Vitamin A kann sich in Kopfschmerzen und Übelkeit äußern. Auf Dauer können zu große Mengen die Leber schädigen. Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass eine erhöhte Vitamin-A-Zufuhr die Knochen anfälliger macht für Brüche. Entsprechende Studien kommen allerdings zu zwiespältigen Ergebnissen. Weil der Verdacht besteht, dass zu viel Vitamin A das Ungeborene schädigen kann, sollten sich Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch zur Vitamin A-Zufuhr von Ihrem Frauenarzt beraten lassen.

 

Ursachen

Genauso zahlreich wie die möglichen Folgen sind auch die Ursachen eines Vitamin A-Mangels. Dazu gehören unter anderem Stress, Entzündungen und Operationen, schwere Erkrankungen wie Krebs, Arthritis oder Aids, Umweltgifte, Rauchen, Alkohol sowie starkes Sonnenlicht. Zudem verschlechtern Abführmittel und Cholesterinsenker die Aufnahme von Vitamin A, während durch die Einnahme bestimmter Schlafmittel die Vitamin A-Vorräte in der Leber aufgebraucht werden. Zudem haben Personen, die an Diabetes oder einer Schilddrüsenüberfunktion leiden, Probleme, pflanzliche Cartinoide in Vitamin A umzuwandeln.
Achtung: Eine Studie aus Finnland hat bei der Einnahme von Beta Caroten bei Rauchern eine etwas erhöhtes Risiko für Lungentumore gezeigt!