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Die Wechseljahre (Klimakterium/Menopause)

Die Wechseljahre (Klimakterium/Menopause)

Die Wechseljahre – auch Klimakterium oder Menopause genannt – sind keine Krankheit.
Entsprechende Beschwerden können gut behandelt werden.

Während des gebärfähigen Lebensabschnitts steuern Hormone den weiblichen Zyklus, die im Gehirn (Zwischenhirn und Hirnanhangdrüse) und den Eierstöcken gebildet werden. Unter dem Einfluss des Follikel-stimulierenden Hormons (FSH) reifen Eizellen in den Eibläschen (Follikeln) heran. Diese produzieren Östrogen, das zum Aufbau der Gebärmutterschleimhaut führt und bei entsprechender Höhe das Gehirn zur Auslösung des Eisprungs (Ovulation) veranlasst.
Der zurückbleibende Gelbkörper produziert Progesteron, das die Gebärmutterschleimhaut für eine Schwangerschaft vorbereitet. Tritt diese nicht ein, versiegt die Progesteronproduktion und die Gebärmutterschleimhaut wird in der Regelblutung (Menstruation) abgestoßen. Mit zunehmendem Alter nimmt die Empfindlichkeit der Eierstöcke gegenüber der hormonellen Stimulation ab. Der Eisprung findet seltener statt, und die Produktion von Östrogenen in den Eibläschen sinkt.
Die Menopause kommt nicht plötzlich, sondern kündet sich mit Zyklusschwankungen an: Die Regel wird kürzer. Allgemein lässt sich sagen, dass das Klimakterium mit ungefähr 45 Jahren beginnt und mit etwa 55 Jahren endet.

Bevor es zum völligen Ausbleiben der Menstruation kommt, können die Blutungen wie folgt sein:

–    Schwache Regelblutungen (Hypomenorrhö)
–    Starke Regelblutungen (Hypermenorrhö)
–    Verlängerte Menstruation (Menorrhagie)
–    Schmierblutungen vor und nach der eigentlichen Menstruation
–    Verkürzte Zyklen unter 25 Tagen (Polymenorrhö)
–    Verlängerte Zyklen über 35 Tage (Oligomenorrhö)
–    Ausbleiben der Regelblutung (Amenorrhö)

Wenn der Zyklus sehr unregelmässig wird, gehen Frauen nicht selten davon aus, dass sie nicht mehr fruchtbar sind. Aber Vorsicht: Es findet zwar nicht immer ein Eisprung statt, eine Schwangerschaft ist aber trotz allem noch möglich.

Früher oder später kommen sie auf jede Frau zu: Die Wechseljahre. Der Beginn der zweiten Lebenshälfte wird daher entscheidend von den körperlichen und seelischen Veränderungen geprägt, welche diese hormonelle Umstellung des Körpers begleiten. Obwohl heutzutage alle Frauen in die Wechseljahre kommen und diese daher scheinbar keine Krankheit sind, hat der Zustand, in den viele Frauen durch den Verlust der Hormone – Botenstoffe -geraten, häufig Krankheitswert. Etwa 60 bis 70% aller Frauen von 45 bis 54 Jahren leiden unter dem so genannten klimakterischen Syndrom: 90% dieser Betroffenen sind nervös und reizbar, 80% klagen über Erschöpfung und Leistungsabfall, 70% über Hitzewallungen bzw. Schweißausbrüche sowie depressive Verstimmungen. 60% stellen eine Gewichtszunahme fest. Schlafstörungen oder Gelenk- und Muskelschmerzen treten bei etwa der Hälfte der Frauen auf, Herzbeschwerden und Darmträgheit bei 40%.

Schlafstörungen. Für viele Frauen in den Wechseljahren ein typisches Symptom. Man wacht um 3 oder 4 Uhr auf und kann nicht mehr einschlafen. Warum ist das so? Das nächtliche Aufwachen, das Schwitzen und das schlechte Einschlafen hat mit den hormonellen Veränderungen zu tun, die man in der Zeit durchmacht. Oft wird man durch die extremen Hitzewallungen geweckt, grübelt über den Schlafrhythmus nach und der Schlaf kommt immer mehr durcheinander.

In den Wechseljahren sollten Sie besonders auf ihre Ernährung achten. Zum einen, weil sich das Verhältnis zwischen „gutem“ und „schlechtem“ Cholesterin zum Negativen verändert. Zum anderen, weil der Körper nun dazu neigt, Bauchfett zu speichern und Muskelmasse abzubauen. Besonders zu empfehlen sind Nahrungsmittel, die hohe Konzentrationen an sogenannten Phytoöstrogenen (pflanzliche Substanzen, die wie schwache Östrogene wirken) enthalten. Hierzu zählen vor allem Sojabohnen und deren Produkte (z.B. Tofu), Hülsenfrüchte, Leinsamen, Getreidekleie sowie bestimmte Gemüse- und Obstsorten.
Einfach erholt, anstatt wie zerschlagen aufwachen – Melatonin bringt Ihnen herrliche Träume!
Weitere Tipps um erholsam einzuschlafen:
– keine großen Mahlzeiten vor dem Zubettgehen
– Füße mit Öl einreiben (zb. Sesamöl)
– Meditationsmusik
– Handy und elektronische Geräte aus dem Schlafzimmer verbannen
– Omas Rezept: ein Glas Milch mit Honig trinken

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